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Strategie Digitale Verwaltung 2026-2030
Hintergrund und strategische Kontinuität
Die Strategie "Digitale Verwaltung 2026-2030", die gemeinsam vom Ministerium für Digitalisierung und dem Zentrum für Informationstechnologie des Staates (CTIE) ausgearbeitet wurde, wurde am 17. Dezember 2025 vom Regierungsrat verabschiedet. Diese Strategie markiert eine neue Etappe in der digitalen Transformation Luxemburgs. Sie knüpft an die Strategie für digitale Verwaltung 2021–2025 an, deren Schwerpunkt auf den Zielen einer stärker digitalisierten Verwaltung und hochwertigen öffentlichen Dienstleistungen lag und die wichtigen Grundsätze, wie "Once Only", "Digital by Default", Interoperabilität, Standardisierung sowie Offenheit und Transparenz einführte.
Gemeinsame und interministerielle Ausarbeitung
Die Ausarbeitung der Strategie "Digitale Regierung 2026-2030" basierte auf einem gemeinschaftlichen Prozess, an dem alle Ministerien beteiligt waren, gemäß einem "whole-of-government"-Ansatz. Dieser partizipative Ansatz ermöglichte es, die spezifischen Bedürfnisse und Erwartungen jedes Ministeriums zu sammeln und förderte so eine kollektive Aneignung und eine gemeinsame Vision.
Abstimmung mit nationalen Strategien
Die Strategie steht auch im Einklang mit den derzeit umgesetzten nationalen Strategien und Maßnahmen in den Bereichen Daten, künstliche Intelligenz und neue Technologien, Talente oder digitale Inklusion, um die Kohärenz und Harmonisierung mit laufenden Initiativen zu sicherstellen.
Leitprinzipien für die digitale Verwaltung 2026–2030
Die Strategie basiert auf starken Prinzipien, die die digitale Transformation des öffentlichen Sektors leiten werden:
Zusammenarbeit, Kompetenzen und Talente
Die digitalen Kompetenzen der Staatsbediensteten stärken und das Know-how aufwerten.
"Digital by Default"
Online-Zugang zu allen öffentlichen Dienstleistungen garantieren.
Nachhaltigkeit und Effizienz
Technologische Defizite abbauen und verantwortungsvolle digitale Praktiken einführen.
Zuverlässigkeit, Sicherheit und Souveränität
Kritische Daten, Technologien und Infrastrukturen schützen.
Flexibilität und Anpassungsfähigkeit durch Innovation
Offenheit, Flexibilität und Innovation - Experimentieren, Zusammenarbeit und schnelle Anpassung an technologische Entwicklungen ermöglichen.
Inklusion und Zugänglichkeit
Allen Bürgern einen fairen und barrierefreien Zugang bieten.
"Once Only", Interoperabilität, Standardisierung
Den Verwaltungsaufwand reduzieren, indem bereits bereitgestellte Informationen nicht erneut eingegeben werden müssen, und eine reibungslose Kommunikation zwischen den öffentlichen Systemen gewährleisten.
Die Leitprinzipien definieren die Vision der Strategie. Um diese zu verwirklichen, stützt sich die Strategie auf Ziele, die diese Werte in klare Richtlinien umsetzen. Sie zielen darauf ab, die Digitalisierung, Souveränität, Inklusion, Nachhaltigkeit und Kompetenzentwicklung zu stärken, um ein leistungsfähiges und widerstandsfähiges digitales Ökosystem aufzubauen.
Die angestrebten Ziele
Diese Leitlinien konkretisieren sich in fünf strategischen Zielen, die jeweils zur digitalen Transformation des Staates beitragen:
Digitalisierung der G2C und G2B Interaktionen
Vereinfachung der Beziehungen zu Bürgern und Unternehmen über MyGuichet.lu/Guichet.lu durch durchgängige digitale Interaktion, proaktive datenbasierte Dienste, eine sichere digitale Identität (z. B. EUDI Wallet) und einen integrativen Multikanal-Ansatz.
Interne Digitalisierung (G2G)
Harmonisierung und Standardisierung der Verwaltungsprozesse, Stärkung der Interoperabilität und Nutzung gemeinsamer Infrastrukturen und Dienste bei gleichzeitiger Entwicklung von Entscheidungskapazitäten auf der Grundlage einer intelligenten Datennutzung.
Souveränität und digitale Sicherheit
Man muss über das reine nationale Hosting (GovCloud) hinausgehen. Die Souveränität von Daten, Technologien und Infrastrukturen stärken, die rechtliche und inklusive Konformität gewährleisten und die Sicherheit erhöhen, sind weitere wichtige Dimensionen.
Fähigkeiten und Talente
Weiterbildung fördern, den Austausch bewährter Verfahren unterstützen, die digitale Führungsrolle stärken und eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen begünstigen.
Nachhaltigkeit
Ressourcen bündeln, die technologische Verschuldung verringern und die Wiederverwendung von IT-Geräten priorisieren.